Theateraufführung: Bernarda Albas Haus | 17.10.2014

bernarda albas haus
Bernarda Albas Haus

von Federico García Lorca

Aufgeführt von der einjährigen Fachoberschule-Sozialpädagogik der Emil Molt Akademie

Nach dem Tod ihres Mannes verschließt Bernarda Alba die Türen des Hauses und verordnet ihren fünf heiratsfähigen Töchtern eine achtjährige Trauerzeit. Mit harter Hand erzwingt die Mutter Gehorsam und Anstand, während die jungen Frauen sich im Verborgenen nach den abwesenden Männern verzehren. Nur die älteste Tochter darf sich mit dem begehrenswerten Pepe el Romano verloben, auch wenn dieser nur hinter ihrem Geld her ist.
Als die jüngste Tochter sich heimlich den Verboten widersetzt, indem sie eine Liebesaffäre mit Pepe el Romano eingeht und die Schwestern dem nächtlichen Stelldichein auf die Schliche kommen, herrscht Krieg untern Bernardas Töchtern. Der Anstand wird zur Fassade, schwesterliche Zuneigung verwandelt sich in nackten Hass. Verlangen und körperliche Begierde finden ihr Ventil in Zerstörung. Bernadas blindes Festhalten an Tradition und Unterdrückung treibt die jüngste Tochter letztlich in den Tod. Die Moral siegt über die Liebe und die Sitte über die Natur.

Am Mikrokosmos der Familie zeigt Lorca die archaisch Grundstruktur eines diktatorischen Regimes, in dem Freiheitsberaubung zu Selbstzerstörung und Widerstand zu Unmenschlichkeit pervertieren.
„Bernada Albas Haus“ ist das letzte Stück des spanischen Autors Federico García Lorca. Er schrieb es 1936, kurz bevor er von den Faschisten im spanischen Bürgerkrieg erschossen wurde.

Wo: Theater Tiyatrom, Alte Jakobstraße 12, 10969 Berlin

Aufgeführt von der einjährigen Fachoberschule-Sozialpädagogik der Emil Molt Akademie

Premiere
14. November 2014 10:00 Uhr

Vorstellung
14. November 2014 19:30 Uhr